Business College Welcome Meeting 2017-18

Examination regulations

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Prüfungsordnung
für die Durchführung von Abschlussprüfungen
Gemäß den Richtlinien des Bundesausschusses für Berufsbildung vom 09. Juni 1971 erlässt der Ausbildungsausschuss von German Industry and Commerce Ltd. (GIC) als zuständige Stelle die folgende Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschlussprüfungen in anerkannten Ausbildungsberufen:

ERSTER ABSCHNITT
Prüfungsausschüsse
§1
Prüfungsausschüsse
(1) Für die Abnahme der Abschlussprüfung errichtet das GIC Ausbildungskomitee einen Prüfungsausschuss.

(2) Für einen Ausbildungsberuf können bei Bedarf insbesondere bei einer großen Anzahl von Prüfungsteilnehmern und bei besonderen Anforderungen in der Ausbildungsordnung, mehrere Prüfungsausschüsse errichtet werden.

§2
Zusammensetzung und Berufung
(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei, höchstens fünf Mitgliedern. Die Mitglieder müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein.

(2) Dem Prüfungsausschuss müssen als Mitglieder Vertreter von GIC, mindestens ein Lehrer der Berufsschule und, als Vertreter des DIHK Berlin, der Delegierte der Deutschen Wirtschaft angehören. Die Mitglieder können in dringenden Ausnahmefällen im Einvernehmen mit dem gesamten Ausschuss Stellvertreter benennen.

(3) Mitglieder und stellvertretende Mitglieder werden vom Ausbildungskomitee für jeweils ein Jahr berufen.

(4) Das Ausbildungskomitee ernennt innerhalb einer angemessenen Frist die Mitglieder des Prüfungsausschusses.

(5) Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Prüfungsausschusses können nach Anhörung der an ihrer Berufung Beteiligten aus wichtigem Grund abberufen werden.

(6) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich.
(7) Von Absatz (2) darf nur abgewichen werden, wenn andernfalls die erforderliche Zahl von Mitgliedern des Prüfungsausschusses nicht berufen werden kann.

§3
Befangenheit
(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Prüfungsausschussmitglieder nicht mitwirken, die mit dem Prüfungsteilnehmer verheiratet oder verheiratet gewesen oder mit ihm in gerader Linie verwandt oder verschwägert oder durch Annahme an Kindes statt verbunden oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grad verwandt oder bis zum zweiten Grad verschwägert sind, auch wenn die Ehe, durch welche die Schwägerschaft begründet ist, nicht mehr besteht.

(2) Prüfungsausschussmitglieder, die sich befangen fühlen oder Prüfungsteilnehmer, die die Besorgnis der Befangenheit geltend machen wollen, haben dies der zuständigen Stelle mitzuteilen, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss.

(3) Die Entscheidung über den Ausschluss von der Mitwirkung trifft das Ausbildungskomitee, während der Prüfung der Prüfungsausschuss.

(4) Wenn infolge Befangenheit eine ordnungsmäßige Besetzung des Prüfungsausschusses nicht möglich ist, kann das Ausbildungskomitee die Durchführung der Prüfung einem anderen Prüfungsausschuss übertragen. Das gleiche gilt, wenn eine objektive Durchführung der Prüfung aus anderen Gründen nicht gewährleistet erscheint.

§4
Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung
(1) Der Prüfungsausschuss wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Sollten beide verhindert sein, so muss sich der Prüfungsausschuss am Prüfungstag auf einen Vorsitzenden einigen.

(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Mitglieder, mindestens drei, mitwirken. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

§5
Verschwiegenheit
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben über alle Prüfungsvorgänge gegenüber Dritten Verschwiegenheit zu wahren. Dies gilt nicht gegenüber dem Ausbildungskomitee. Ausnahmen bedürfen der Einwilligung der zuständigen Stelle.

ZWEITER ABSCHNITT
Vorbereitung der Prüfung
§6
Prüfungstermine
(1) Das Ausbildungskomitee bestimmt einen für die Durchführung der Prüfung maßgebenden Termin im Jahr. Dieser Termin soll auf Ablauf der Berufsausbildung und des Schuljahres abgestimmt sein.

(2) Das Ausbildungskomitee gibt diesen Termin rechtzeitig bekannt.

§7
Teilnahmevoraussetzungen für die Abschlussprüfung
(1) Zur Abschlussprüfung ist zugelassen
I. wer die Ausbildungszeit zurückgelegt und die Zwischenprüfung bestanden hat

II. wer die vorgeschriebenen Berichtshefte geführt hat

III. wessen Berufsausbildungsverhältnis bei GIC eingetragen ist.

DRITTER ABSCHNITT
Durchführung der Prüfung
§8
Prüfungsgegenstand
Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer die erforderlichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen Kenntnisse besitzt und mit dem ihm im Berufsschulunterricht vermittelten, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.

§9
Gliederung der Prüfung
(1) Die Prüfung ist eine Kenntnisprüfung, die schriftlich und mündlich durchzuführen ist. Sie kann in Prüfungsfächer untergliedert werden. Der Ausbildungsausschuss legt Ablauf und Verfahren der Prüfung fest.

(2) Soweit körperlich, geistig oder seelisch Behinderte an der Prüfung teilnehmen, sind deren besondere Belange bei der Prüfung zu berücksichtigen.

§ 10
Prüfungsaufgaben
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der Ausbildungsordnung die Prüfungsaufgaben.

(2) Der Prüfungsausschuss kann vom DIHK schriftliche Prüfungsaufgaben übernehmen oder – angelehnt an DIHK-Vorgaben – eigene Prüfungsaufgaben formulieren.

§ 11
Nichtöffentlichkeit
Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter des deutschen, schweizerischen und österreichischen Generalkonsulats und Mitglieder der GCC können auf Einladung anwesend sein. Der Prüfungsausschuss kann andere Personen als Gäste zulassen. Sie dürfen in das Prüfungsgespräch nicht eingreifen und sind auf ihre Verschwiegenheit hinzuweisen. Bei der Beratung über das Prüfungsergebnis dürfen nur Mitglieder des Prüfungsausschusses anwesend sein.

§ 12
Leitung und Aufsicht
(1) Die mündliche Prüfung wird unter Leitung des Vorsitzenden vom gesamten Prüfungs-ausschuss abgenommen.

(2) Bei schriftlichen Prüfungen regelt die Berufsschule im Einvernehmen mit dem Prüfungs-ausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass der Prüfungsteilnehmer die Arbeiten selbständig und mit den erlaubten Hilfsmitteln ausführt.

(3) Über den Ablauf der mündlichen Prüfung ist eine Niederschrift anzufertigen.

§ 13
Ausweispflicht und Belehrung
Die Prüfungsteilnehmer haben sich auf Verlangen des Vorsitzenden oder des Aufsichtsführenden über ihre Person auszuweisen. Sie sind vor Beginn der Prüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung stehende Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel, die Folgen von Täuschungshandlungen und Ordnungsverstößen zu belehren.

§ 14
Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße
(1) Teilnehmer, die sich einer Täuschungshandlung oder einer erheblichen Störung des Prüfungs-ablaufs schuldig machen, kann der Aufsichtsführende von der Prüfung vorläufig ausschließen.

(2) Über den endgültigen Auschluss und die Folgen entscheidet der Prüfungsausschuss nach Anhören des Prüfungsteilnehmers. In schwerwiegenden Fällen, insbesondere bei vorbereiteten Täuschungshandlungen, kann die Prüfung für nicht bestanden erklärt werden. Das gleiche gilt bei innerhalb eines Jahres nachträglich festgestellten Täuschungen.

§ 15
Rücktritt, Nichtteilnahme
(1) Der Prüfungsteilnehmer kann nach erfolgter Anmeldung rechtzeitig vor Beginn der Prüfung durch schriftliche Erklärung zurücktreten. In diesem Falle gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

(2) Tritt der Prüfungsteilnehmer nach Beginn der Prüfung zurück, so können bereits erbrachte, in sich geschlossene Prüfungsleistungen nur anerkannt werden, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vorliegt (z.B. im Krankheitsfalle durch Vorlage eines ärztlichen Attestes).

(3) Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt der Prüfungsteilnehmer an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.

(4) Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet der Prüfungsausschuss.

VIERTER ABSCHNITT
Bewertung, Feststellung und Beurkundung des Prüfungsergebnisses

§ 16
Bewertung
(1) Die Prüfungsleistungen sind wie folgt zu bewerten:
- eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung

92-100 Punkte – Note 1 (sehr gut)

- eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung
81-91,5 Punkte – Note 2 (gut)

- eine den Anforderungen im allgemeinen entsprechende Leistung

67-80,5 Punkte – Note 3 (befriedigend)

- eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im ganzen den Anforderungen noch entspricht

50-66,5 Punkte – Note 4 (ausreichend)

- eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind

30-49,5 Punkte – Note 5 (mangelhaft)

- eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, und bei der selbst die Grundkenntnisse lückenhaft sind

0-29,5 Punkte – Note 6 (ungenügend)

(2) Soweit eine Bewertung der Leistungen nach dem Punktesystem nicht sachgerecht ist, ist die Bewertung nur nach Noten vorzunehmen. Bei programmierter Prüfung ist eine der Prüfungsart entsprechende Bewertung vorzunehmen.

(3) Jede mündliche Prüfungsleistung ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses getrennt und selbständig zu beurteilen und zu bewerten.

§ 17
Feststellen des Prüfungsergebnisses
(1) Der Prüfungsausschuss stellt gemeinsam die Ergebnisse der einzelnen Prüfungsleistungen sowie das Gesamtergebnis der Prüfung – wie unter Absatz (4) aufgeführt – fest.

(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:
- im Endergebnis insgesamt mindestens 300 Punkte und
- in drei der vier Prüfungsfächer mindestens „ausreichende“ Leistungen erbracht wurden (sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Fächern mit „mangelhaft“ und in dem dritten Fach mit mindestens „ausreichend“ bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit „mangelhaft“ bewerteten Fächer die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Das Fach ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für dieses Prüfungsfach sind die Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

Ein Antrag auf mündliche Ergänzungsprüfung kann bei GIC oder der Berufsschule formlos innerhalb von 2 Tagen nach Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung gestellt werden).

- keines der vier Fächer mit der Note „ungenügend“ bewertet wurde.

(3) Bei der Ermittlung des Endergebnisses haben die Prüfungsbereiche Außenhandelsgeschäfte/Speditions- und Logistikgeschäfte und die mündliche Prüfung gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche das doppelte Gewicht.

(4) Das Gesamtergebnis setzt sich zusammen aus Abschlussprüfung (wie unter Absatz 2 und 3 dargelegt) mit 70% und Durchschnittsergebnis der gesamten schulischen Ausbildung mit 30%.

(5) Der Prüfungsausschuss soll dem Prüfungsteilnehmer am letzten Prüfungstag mitteilen, ob er die Prüfung „bestanden“ oder „nicht bestanden“ hat.

§ 18
Prüfungszeugnis
(1) Über die Prüfung erhält der Prüfungsteilnehmer ein Zeugnis

(2) Das Prüfungszeugnis enthält
- die Bezeichnung „Abschlusszeugnis“
- die Personalien des Prüfungsteilnehmers
- den Ausbildungsberuf
- das Gesamtergebnis der Prüfung und die Ergebnisse von einzelnen Prüfungsleistungen

- das Datum des Bestehens der Prüfung
- die Unterschriften des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, des Beauftragten des Ausbildungsausschusses und des DIHK Hauptgeschäftsführers. Mit Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses kann dessen Unterschrift durch die eines anderen Mitglieds des Prüfungsausschusses ersetzt werden.

§ 19
Nicht bestandene Prüfung
(1) Bei einer nicht bestandenen Prüfung erhalten der Prüfungsteilnehmer sowie der Ausbildende einen schriftlichen Bescheid. Darin ist anzugeben, in welchen Prüfungsteilen ausreichende Leistungen nicht erbracht worden sind und welche Prüfungsleistungen in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt zu werden brauchen (§ 20 Abs. 2).

(2) Auf die besonderen Bedingungen der Wiederholungsprüfung gem. § 20 ist hinzuweisen.

FÜNFTER ABSCHNITT

Wiederholungsprüfung
§ 20
Wiederholungsprüfung
(1) Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden.

(2) Hat der Prüfungsteilnehmer bei nicht bestandener Prüfung in einem Prüfungsteil mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so ist dieser Teil auf Antrag des Prüfungsteilnehmers nicht zu wiederholen, sofern dieser sich innerhalb von zwei Jahren – gerechnet vom Tage der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung an – zur Wiederholungsprüfung anmeldet. Das gleiche gilt, wenn nach Bestimmung des Prüfungsausschusses in bestimmten Prüfungsfächern oder Prüfungsgebieten eine Wiederholung nicht erforderlich ist.

(3) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin wiederholt werden.

SECHSTER ABSCHNITT
Schlussbestimmungen
§ 21
Rechtsmittel
Beschwerden gegen das Prüfungsergebnis sind innerhalb von vier Wochen dem Ausbildungskomitee vorzulegen.

§ 22
Prüfungsunterlagen
Auf Antrag ist dem Prüfungsteilnehmer Einsicht in seine Prüfungsunterlagen zu gewähren. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre, die Niederschriften gem. § 12 Abs. 3 sind 10 Jahre aufzubewahren.

§ 23
Inkrafttreten, Genehmigung
Diese Prüfungsordnung tritt am 01.02.1986 in Kraft.
(Modifiziert am 06.06.95, 07.11.95, 22.09.99, 18.10.00 und am 25.01.2008)

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