Schülerunterstützung

Eine Lehrkraft steht den Schülerinnen und Schülern des Deutschen Zweiges zur Berufs- und Studienberatung zur Seite. Bei Studienwünschen der Schülerinnen und Schüler in Großbritannien, den USA, Kanada oder Australien erhält diese Lehrkraft zusätzliche Unterstützung durch die Berufs- und Studienberater des Englischen Zweiges.

Jedes Jahr im März findet in Hongkong die Higher Education Fair statt. Europäische Universitäten stellen sich auf dieser Messe vor.

Kurz nach bzw. vor dieser Messe besuchen einige Universitäten des deutschsprachigen Raumes auch die GSIS und stellen sich den Schülern der Klassen 11 und 12 vor.

Für Kinder aus gemischtsprachigen Familien ergeben sich im Deutschen Zweig besondere Chancen und Herausforderungen. Diese Schüler sind bereits daran gewöhnt, von einer Sprache in die andere zu wechseln, und bringen damit gute Voraussetzungen für einen zweisprachigen Schulabschluss wie die Deutsche Internationale Abiturprüfung mit. Andererseits sind mehrsprachig aufwachsende Kinder in keiner Sprache so fest verwurzelt wie Kinder, in deren Familien nur eine Sprache gesprochen wird. Schule und Elternhaus müssen deshalb eng zusammenarbeiten, um den besonderen Lernbedürfnissen von Kindern aus gemischtsprachigen Familien gerecht zu werden.

In Hongkong wachsen unsere Schüler in einem stark englischsprachig bestimmten Umfeld auf, das auch außerhalb der Schule zahlreiche Gelegenheiten bietet, Englisch zu verwenden. Anders ist dies im Deutschen, das die Schüler außerhalb der Schule und der Familie nur selten hören und sprechen. Bei dem Erlernen der deutschen Sprache sind daher besondere, aufeinander abgestimmte Anstrengungen von Elternhaus und Schule erforderlich. Grundsätzlich gilt:

Je mehr das Kind Deutsch hört und spricht,

je positiver es den deutschsprachigen Teil des Familienlebens erfährt,

je enger Schule und Elternhaus zusammenarbeiten,

desto besser wird das Kind Deutsch lernen.

Eine zentrale Rolle kommt dem deutschsprachigen Elternteil als Sprachvorbild zu, aber auch der nichtdeutschsprachige Elternteil kann den Spracherwerb durch seine Anteilnahme und Wertschätzung deutscher Kultur und deutscher Sprache nachhaltig unterstützen.

In der Familie

Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich mit Ihrem Kind und sprechen Sie mit ihm konsequent Deutsch.
Achten Sie darauf, dass sich die deutschsprachige Kommunikation in der Familie nicht auf Kurzäußerungen beschränkt. Mit Ihrem Sprachvorbild können Sie dazu beitragen, dass Ihr Kind lernt, sich in längeren, zusammenhängenden Sätzen auszudrücken.
Vermeiden Sie Sprachmischungen. Sprechen Sie konsequent Deutsch, auch wenn Ihr Kind auf Englisch (beziehungsweise einer anderen Familiensprache) antwortet. Je mehr Deutsch es hört, desto besser wird es verstehen und um so leichter wir es ihm fallen, deutsche Sprachmuster zu entwickeln.
Erklären Sie Ihrer Helferin, warum Sie mit Ihrem Kind Deutsch sprechen, auch wenn Ihre Helferin dies nicht versteht. Bringen Sie ihr Deutsch im Alltag bei. Fassen Sie ggf. die wesentlichen Informationen für Ihre Helferin auf Englisch zusammen.
Hören Sie mit Ihrem Kind deutsche Hörkassetten/CDs und sehen Sie sich gemeinsam deutsche DVDs an. Sprechen Sie mit ihm über seine Eindrücke und Fragen – auf Deutsch natürlich. Hinweise auf geeignete Hörmaterialien und Filme geben die Schulbibliothekarinnen.
Schauen Sie sich gemeinsam Nachrichten und andere Sendungen der Deutschen Welle an.
Andere deutschsprachige Familien/deutschsprachige Institutionen

Unterstützen Sie Freundschaften mit Kindern aus deutschsprachigen Familien und ermöglichen Sie gegenseitige Besuche. Basteln Sie zusammen und feiern Sie gemeinsam Feste.
Nutzen Sie deutschsprachige Angebote außerhalb der Schule, zum Beispiel private Spielgruppen, Veranstaltungen der deutschsprachigen Evangelischen und Katholischen Gemeinde, der German Speaking Ladies Group oder des Goethe-Instituts.
Kontakte mit deutschsprachigen Ländern

Halten Sie Kontakt zu deutschsprachigen Großeltern und Verwandten. Lassen Sie Ihr Kind regelmäßig mit ihnen telefonieren.
Verbringen Sie Ihren Urlaub oder einen Teil davon in einem deutschsprachigen Land. Wiederholte Aufenthalte an einem Ort, der sich deutlich und positiv von Hongkong abhebt (zum Beispiel das Haus der Großeltern mit großem Garten, in dem man mit Haustieren spielen kann), hilft Ihrem Kind, eine emotionale Bindung an deutsche Sprache und Kultur zu entwickeln.
Ermutigen Sie Ihr Kind, an Feriensportkursen, Sozial- und Betriebspraktika in einem deutschsprachigen Land teilzunehmen.
Schule und Elternhaus

Nehmen Sie deutschsprachige Angebote des Nachmittagsprogramms der GSIS (Afternoon Activities) wahr.
Ermutigen Sie Ihr Kind, Literatur und Sachbücher zu Themen zu lesen, die es interessieren. Leseempfehlungen finden Sie im GIST, dem monatlichen Rundbrief der Schulleitung. Deutsche Bücher sind in der Schulbibliothek und im Schulshop erhältlich.
Sprechen Sie mit dem Klassenlehrer und dem Leiter der Deutschen Grundschule, in welcher Form Ihrem Kind gegebenenfalls bei den Hausaufgaben geholfen werden kann.
Praktikanten und Au-Pairs

Nehmen Sie, sofern Ihnen das räumlich möglich ist, eine deutschsprachige Praktikantin oder einen deutschsprachigen Praktikanten gegen Betreuung bei den Hausaufgaben oder Deutschnachhilfe bei sich auf. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an unsere Personalleiterin.
Und zu guter Letzt – als weitestgehende und kostenintensivste Möglichkeit: Stellen Sie eine deutschsprachige Au-Pair-Kraft ein, wenn Sie eine dauerhafte Deutschbegleitung und Deutschförderung für Ihr Kind benötigen.

Jede Klasse wird von einem Klassenlehrer und einem stellvertretenden Klassenlehrer betreut. Der Klassenlehrer bespricht mit seiner Klasse organisatorische Angelegenheiten wie die Planung von Veranstaltungen, zum Beispiel den Wandertag und den Basar. Nach Möglichkeit erteilt der Klassenlehrer in zwei Fächern Unterricht in seiner Klasse, so dass sichergestellt ist, dass er die Schülerinnen und Schüler regelmäßig sieht und besser kennen lernt. In den Klassen 5 bis 10 gibt es zusätzlich eine Klassenlehrerstunde pro Woche. Bei Problemen sollte man sich zunächst an den Klassenlehrer wenden, der Schülerinnen und Schüler und Eltern mit Rat und Tat unterstützt.Der Klassenlehrer ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Eltern und der Schule. An der GSIS wird von Eltern und Lehrern erwartet, dass sie engen Kontakt halten und sich bei Problemen gegenseitig informieren.

Für Schüler mit speziellen Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnissen steht eine Förderlehrkraft zur Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit dem Kollegium und den Eltern ist sie für Diagnostik, Förderpläne, Beratung und Koordination von zusätzlicher Förderung zuständig. Unsere Förderlehrerin betreut Kinder entweder begleitend und binnendifferenzierend im Klassenraum oder arbeitet mit einzelnen Schülern oder Kleingruppen außerhalb des Unterrichts intensiv an festgelegten Förderzielen.

Das Aufgabenfeld der Sozialpädagogin der GSIS ist breit gefächert. Neben ihrer Funktion als Ansprechpartnerin für die Sorgen und Nöte der Kinder und Eltern ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit die Unterstützung und Förderung von Gruppenprozessen einzelner Klassen z. B. durch die Einrichtung eines Klassenrates. Das Ziel ist, sowohl die Klassengemeinschaft als auch den Einzelnen zu stärken. Schule soll nicht nur als Lern-, sondern in besonderem Maße auch als Lebensraum erfahren werden.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 erhalten eine LEAP (Life Education Activity Programme)-Präsentation des Education Department Hongkong gegen das Rauchen.In den Klassen 7 und 8 nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem Suchtpräventionsprogramm teil.

Jedes Jahr werden zwei Lehrer aus dem Deutschen und dem Englischen Zweig von den Schülern als Vertrauenslehrer gewählt. Diese Lehrer unterstützen die Schülervertretung; ihre Hauptaufgabe ist es, als Ansprechpartner für jeden Schüler zur Verfügung zu stehen. Der Begriff „Vertrauenslehrer“ unterstreicht, dass Schülerangelegenheiten vertraulich von den Lehrern behandelt werden.

Die Deutsche Sekundarstufe vermittelt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Zusatzunterricht für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förder- oder Nachholbedarf. Dies gilt insbesondere im Rahmen von Differenzierungsunterricht für Schülerinnen und Schüler, für die Deutsch nicht die Familiensprache ist, sowie für Nachführunterricht in Englisch, Französisch oder Latein für Schülerinnen und Schüler, denen aufgrund ihres Bildungsganges die Voraussetzungen für eine aktive Teilnahme am Klassenunterricht fehlen.Der Zusatzunterricht kann als Einzel- oder Kleingruppenunterricht erteilt werden. Er findet in der Regel außerhalb der Klassenunterrichtszeiten statt; in besonderen Fällen wird er mit Zustimmung der Sorgeberechtigten parallel zum Regelunterricht angeboten.

Der Kleingruppenunterricht kann jahrgangsübergreifend erteilt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen an dem Kleingruppenunterricht teilnehmen.

Die Kosten für den Nachführunterricht werden den Erziehungsberechtigten in Rechnung gestellt. Kostenermäßigungen sind bei entsprechendem Einkommensnachweis möglich.

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