Leben und Arbeiten in Hongkong

Diese Seite richtet sich vorwiegend an alle neuen interessierten Bewerber und auch erfolgreichen Bewerber, die in der Vorbereitung auf die Ausbildung in Hongkong sind. Auf dieser Seite finden Sie vielfältige Informationen, um einen ersten Überblick über die Berufsausbildung in Hongkong zu erhalten. Falls Sie Fragen darüberhinaus haben können Sie sich auch gerne mit dem Leiter des Business Colleges Herrn Rauhut in Verbindung setzten (trauhut@gsis.edu.hk). Aktuelle Auszubildende bieten auch auf Facebook eine informelle Plattform zum Austausch von Informationen an

Auszubildende müssen neben der Schulgeldzahlung mit folgenden durchschnittlichen Lebenshaltungskosten rechnen (Befragung April 2017):

  • Miete und Mietnebenkosten: 7.000 HKD
  • Essen und Trinken: 4.700 HKD
  • Transport: 800 HKD

Für alle, die noch mehr wissen möchten ist vielleicht folgender Literaturtipp nützlich:

Leben und Arbeiten in Hong Kong (ISBN 987-3-941045-08-8)

Veröffentlicht ist dieses Buch im GD Verlag vom ehemaligen Schüler Björn Kempe.
(http://www.auswandern-infos.com/leben-arbeiten-hong-kong-p-1452.html)

Wohnen in Hongkong
Wie finden

In Hong Kong eine Wohnung zu finden ist viel einfacher, als man von Deutschland aus denken mag. Zu jeder Zeit gibt es Praktikanten, Trainees, Azubis oder Studenten, die kommen und gehen, und alle leben in WGs.

Neben dem Handbuch der AHK (welches auch auf unserer Hompepage zu finden ist) ist eine andere Quelle für preisgünstige WGs: http://www.asiaxpat.com.hk . Die Seite ist tagesaktuell und bietet für Azubiverhältnisse die besten Angebote.

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man auf jeden Fall zuerst ein paar Tage in ein Hotel/Hostel gehen und hier vor Ort suchen. Die Preis-Leistungs-Unterschiede sind zum Teil immens. Wer auf Hong Kong Island sucht, ist mit dem wöchentlich kostenlos erscheinenden „HK Magazin“ gut beraten. Das liegt in jedem „Pacific Coffee“ aus und hat in der Rubrik „Flatshares“ gute Angebote.

Weitere Informationen findet man auf:

www.caritas.org.hk

www.gohome.com.hk/english/home.asp

www.yha.org.hk/eng/hostel.php?channel=hostels-overview

www.windu.com

In welcher Lage

Wer Innenstadtlage, gute Verkehrsanbindungen, beste Einkaufsmöglichkeiten und Nachtleben sucht, und wem ein lautes Umfeld und höhere Mieten nichts ausmachen, der sollte sich nach einer Wohnung zwischen Sheung Wan und Tin Hau (Hong Kong Island) umsehen. Wer es lieber ruhig hat, mitunter auch eine rein chinesische Wohngegend nicht scheut und noch dazu einen längeren Fahrtweg in Kauf nimmt, dem bieten sich viele Möglichkeiten.

Zwischen Tsim Sha Tsui (TST) und Mong Kok auf Kowloon Seite ist die Verkehrsanbindung noch sehr gut, aber Ruhe sucht man auch dort vergebens. Die vom Standard her meist etwas niedrigeren Appartments sind preislich etwas günstiger als auf HK Island.

Wirklich entspannt und urlaubshaft wohnt man auf Lamma Island, was mit einer 25-minütigen Fährfahrt von Central aus zu erreichen ist. In den zweietagigen Häusern wohnen viele Europäer, zum Teil Aussteiger und Langzeiturlauber, die der Großstadt entfliehen wollen. Die Mietpreise sind bedeutend günstiger, und bei den Maklern vor Ort findet sich immer was. Man sollte sich aber einige Wohnungen zeigen lassen, um einen Eindruck zu bekommen, was möglich ist, meistens bekommt man das Beste zum Schluss gezeigt.

Die New Territories im Norden der HKSAR sind weniger zu empfehlen, zwar wohnt man preisgünstig, hat aber einen langen Weg zur Arbeit und nur begrenzt Freizeitmöglichkeiten.

Zu welchem Preis

Wohnen in HK ist teuer. Das ist allgemein bekannt. Vergleichen lohnt sich aber dennoch, gerade was die vorhandene Einrichtung angeht. Bei Flatsharing auf  Lamma Island oder in den New Territories sind die Mieten natürlich günstiger als auf Hong Kong Island. Im Durchschnitt ist mit einer Miete einschließlich der Nebenkosten in Höhe von 5.500 HKD pro Monat zu rechnen. Die Maklerkosten betragen eine halbe Monatsmiete.

Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen, aber für das Geld bekommt man eine möblierte Bleibe mit Bad, Küche, Wohnzimmer und eigenem Schlafzimmer, in der man es gut aushalten kann. Letzlich ist man sowieso fast nur zum Schlafen daheim.

Ein Tipp zum Schluss

Es macht Sinn, dass man zusammen mit seinen neuen Mitschülern nach einer Wohnung sucht. Hier ist es ziemlich sicher, dass beide für zwei Jahre in Hong Kong bleiben und man nicht von Zeit zu Zeit nach neuen Mitbewohnern suchen muss. Bei Fragen am besten die derzeitigen Azubis/Trainees anschreiben.

Weitere Tipps und Websites sind auch auf unsere Homepage in der Rubrik Praktikanten zu finden (/careers/internships/living-in-hong-kong/)

(aktualisiert: August 2012)

Arbeiten in Hongkong
Arbeiten in Hongkong
Wie ist die Firma, das Arbeitsumfeld, die Arbeitszeit, der Chef/die Chefin, die Aufgaben und die Kollegen? Das sind Fragen, die man sich stellt ,wenn man noch in Deutschland sitzt, oder?! Wenn ihr schonmal einen kleinen Eindruck such, dann kann euch dieser Artikel sicherlich ein wenig helfen.

Wie es in den einzelnen Unternehmen aussieht, kann man nur schwer sagen! Ich werde euch viel von meinem Arbeitsplatz vermitteln können und was ich von anderen Klassenkameraden/-innen erfahre. Jedoch ist es nur ein kurzer Einblick! Als Nebeninfo: Ich arbeite in einem Serviceunternehmen für Qualitätssicherung namens SGS. In Deutschland gehören u. a. zur SGS-Gruppe TÜV Saarland oder Institut Fresenius. Ich werde ausgebildet zum Foreign Trade and Wholesale Management Assistant oder einfacher: Groß- und Außenhandelskaufmann.

 

Die Firmen
Anders als in Deutschland, hat nicht jede große Firma auch gleich ihr eigenes Gebäude. Hier in HK ist fast jede Firma in einem Hochhaus mit anderen Firmen zusammen angesiedelt. Mein Unternehmen zum Beispiel beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter am Standort Hongkong. Diese sind dann auf mehrere Stockwerke verteilt. Dennoch sind wir nicht die einzigste Firma in unserem Gebäude, sondern viele andere kleinere Unternehmen haben ihre Büros ebenfalls hier. Ein Blick von oben auf „google maps“ ist manchmal gar nicht so verkehrt.

Arbeitsumfeld
Meine Erfahrung hat bis jetzt bestätigt, dass in Hongkong ein „friendly way of doing business“ der Überwiegende ist. Die Kollegen sind oft freundlich und sehr hilfsbereit. Man bemerkt, dass die Chinesen sehr konzentriert arbeiten und oft auch mal bis 20:00 Uhr oder später noch im Büro sitzen. Es herrscht hier die Mentalität vor, nicht sofort bei Arbeitsschluss aufzustehen und zu gehen. Man muss die Situation beobachten und sehen, wie man sich selber verhält. Wenn man bei Arbeitsschluss keine Aufgaben mehr hat, dann ist es nicht unbedingt nötig sitzen zu bleiben. Man sollte aber auch bedenken, dass es nicht sehr smart ist einfach zu gehen, wenn noch Aufgaben anstehen!

Ich persönlich habe viel Spaß an dem was ich tue. Wenn es also mal später wird, weil noch Aufgaben anstehen, dann ist das auch kein Beinbruch! Wenn nichts mehr zu tun ist, dann stehe ich auf und gehe. Wie gesagt: Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zum Arbeitsplatz: Meistens bekommt man seinen eigenen kleinen Schreibtisch in einer Abteilung. PC und Co. werden selbstverständlich von der Firma gestellt. Manchmal hat man Glück und kann einen Laptop von der Firma bekommen (Fragen!). Das ist ganz praktisch wenn man keinen Eigenen mitbringt und zu Hause ins Internet möchte! Zum Dresscode kann ich eins empfehlen: Am ersten Tag auf jeden Fall formal erscheinen! (Anzug und Krawatte). Alles weitere seht ihr dann vor Ort. Viele Firmen haben den „Casual-Friday“. Das bedeutet am Freitag könnt ihr Smart-Caual kommen. Falls ihr euch unsicher seid, was das ist, dann kommt in Anzughose und Hemd ohne Krawatte und Sacko. Da macht ihr nie etwas falsch! Beobachtet was eure Kollegen so tragen und fügt euch ins Bild ein, wenn ihr wollt.

 

Je nach Unternehmen und Abteilung könnt ihr vielleicht sogar die ganze Zeit smart-casual tragen, oder müsst die ganze Zeit formal erscheinen. Meistens tragen die Kollegen dann eine Anzugshose und ein Hemd ohne Krawatte und Sacko. Sorry Mädels, dass ich euch dazu keine Tipps dazu geben kann.

Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind unterschiedlich. Viele müssen Mo – Fr von 9:00 – 18:30 Uhr arbeiten. Es gibt aucher auch Firmen, in denen zum Beispiel von Mo – Fr von 9:00 Uhr – 17:15 Uhr gearbeitet wird. Hinzu kommt dann der sogenannte „Alternative Saturday“. Das bedeutet, dass man jeden zweiten Samstag von 9:00 Uhr – 12:00 Uhr arbeiten geht. Es ist ggf. möglich, dass ihr mit eurem Chef vereinbaren könnt, das flexibel zu halten. Dann geht ihr zum Beispiel zwei Samstag hinereinander arbeiten und nehmt die anderen beiden frei. Auch das variiert von Unternehmen zu Unternehmen, und wie geschickt ihr das verhandelt.

Der Chef
So gerne ich das tun würde, ich kann es euch nicht sagen. Je nachdem, wie groß euer Unternehmen ist, kann es sein, das ihr etwas enger mit eurem Chef/Ausbilder zusammenarbeitet, oder eher weniger bis gar nicht.

Ich persönlich arbeite oft sehr eng mit meiner Ausbilderin zusammen. Das heißt, sie nimmt mich mit auf Kunden-Meetings, oder gibt mir verschiedene Kunden, um die ich mich dann kümmern darf. Auch das variiert sehr stark von Unternehmen zu Unternehmen.

Die Aufgaben
Da seid ihr selber gefragt! Je nachdem, wie ihr euch gebt und wie ihr arbeitet, bekommt ihr auch die Aufgaben. Auch hier kann ich wieder nur meine eigene Erfahrung preisgeben: Oft kommen Kundenanfragen herein, die ich dann bearbeite. Das heißt, ich versuche das Problem mit Hilfe meiner Kollegen/Ausbilderin zu lösen. Dann schreibe ich dem Kunden eine Antwort. Das macht am meisten Spaß, denn man wird vor ein bisher oft unbekanntes Problem gestellt und hat die Aufgabe eine Lösung zu finden und manchmal auch eine Entscheidung zu treffen.

Auf der anderen Seite gibt es die Daily-Jobs. Hier kann es sein, dass man eine lange Exceltabelle erstellt, Rechnungen überprüft, Briefe übersetzt, Dokumente barbeitet, usw. Das ist je nach Abteilung unterschiedlich. Manchmal bekomme ich 200 – 300 Rechnungen auf einmal, die dann überprüft werden müssen. Es klingt abschreckend, sollte es aber nicht! In Deutschland ist es auch nicht anders. Jede Aufgabe sollte als eine Herausforderung gesehen werden, genau wie der ganz Aufenthalt in HK an sich. Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass ein Büro nur schwer ohne Papierkram läuft … also: Augen zu und durch!

Das tollste an sich sind die Kundenmeetings. Es ist nicht versprochen, dass ihr auch zu diesen mitgenommen werdet. Dennoch kann man seinen Chef auch mal fragen, ob man nicht mal mitgehen darf, um sich das anzuschauen. Auch hier habt ihr die Zügel selber in der Hand. Wenn ihr mehr sehen wollt, dann müsst ihr einfach fragen. Es ist auf jeden Fall sehr interessant sich das anzusehen.
Vielleicht bekommt ihr auch die Aufgabe eine Power Point Präsentation zu erstellen, und diese vor dem Kunden oder den Kollegen zum Beispiel vorzutragen. Es ist also sehr wichtig, sich einmal mit Power Point (und Word und Excel) vertraut zu machen!! Die Programme sind an sich sehr einfach zu verstehen. Falls ihr nicht weiter wisst, dann ist Google meistens sehr hilfreich! Schiebt das nicht vor euch her, denn wenn euer Chef euch fragt, ob ihr eine Präsentation vor dem Kunden halten könnt und ihr sagt „Nein … Power Point kann/kenne ich nicht“ – nun ja – kommt definitiv nicht gut an!

Januar 2008, Patrick Neikes
(aktualisiert 1/2011)

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