Study Trip 2018 to Heilbronn - Germany - German Swiss International School 德瑞國際學校
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Study Trip 2018 to Heilbronn – Germany

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Wertvolle Erfahrungen und eine schöne Zeit war zugegebenermaßen nicht das Erste woran wir, die Schüler aus dem zweiten Jahrgang des GSIS Business Colleges, dachten, als das Ziel der alljährlichen Klassenfahrt bekanntgegeben wurde. Das Lehrerkollegium entschied sich nämlich nicht wie im letzten Jahr für Hamburg, sondern wählte stattdessen Heilbronn und legte für den Zeitraum vom 17. bis zum 21. Dezember ein umfangreiches Reiseprogramm fest.

So kam es, dass am Montag in der Woche vor Weihnachten der gesamte Jahrgang des BC17 nach Baden-Württemberg reiste und sich mit den beiden Lehrkräften Frau Zhang und Herrn Rauhut am Vormittag in Heilbronn traf. Wir hatten uns dazu entschieden für die Dauer unseres Aufenthalts in einer Jugendherberge im Stadtzentrum zu übernachten, die erst einige Wochen vor unserem Besuch eingeweiht worden war. Dementsprechend waren unsere Mehrbettzimmer sauber, groß und modern eingerichtet. Zudem gestaltete sich das Frühstück abwechslungsreich und die Angestellten begegneten uns stets mit Hilfsbereitschaft und Rücksicht.

Nachdem die Zimmer verteilt und bezogen waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Programmpunkt. Herr Rauhut hatte einen Termin bei dem Unternehmen Bechtle organisiert. Die Bechtle AG ist das größte IT-Systemhaus Deutschlands. Das Geschäftsmodell des Unternehmens verbindet IT-Dienstleistungen mit dem Direktvertrieb von IT-Produkten. Wir wurden mit Kaffee, belegten Brötchen und Säften sehr herzlich empfangen. Zwei leitende Angestellte sprachen mit uns über Bechtles Dienstleistungen und über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Zudem erhielten wir eine Führung durch das Lagerhaus und der Produktionsleiter gab uns einen Einblick in seine Vorstellung von der Zukunft der Logistikbranche.

Im Anschluss an die Veranstaltung kehrten wir zur Jugendherberge zurück und die Lehrer überließen uns unserer eigenen Abendgestaltung. Wir besuchten den Weihnachtsmarkt und lernten die Heilbronner Kneipenszene gemeinsam näher kennen.

Den Vormittag des zweiten Tages verbrachten wir in der Heilbronner Außenstelle der  Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Die DHBW wurde am 1. März 2009 gegründet und bietet in Kooperation mit vielen lokalen und internationalen Unternehmen duale Studiengänge an. Abgesehen von Heilbronn ist die DHBW unter anderem noch in Stuttgart, Mannheim und Heidenheim vertreten.

Anlässlich unseres Besuchs hatten sich die Hochschulrektorin und einige Professoren die Zeit genommen uns über das duale Studium und über das Angebot an Studiengängen zu informieren. Zusätzlich dazu zeigte man uns den Campus und wir wurden zum gemeinsamen Mittagessen in der Mensa eingeladen. Gegen Ende der Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit an zwei Probevorlesungen mit den Themen Aromastoffe und Künstliche Intelligenz in der Werbebranche teilzunehmen.

Am späten Nachmittag desselben Tages machten wir uns zusammen auf den Weg zur Genossenschaftskellerei Heilbronn. In der Weingärtnergenossenschaft haben sich mehrere hundert Weingärtner zusammengeschlossen um gemeinsam Wein herzustellen und zu vermarkten. Im Anschluss an eine Führung über das Gelände hörten wir einem Vortrag über Weinanbau und die Unterschiede zwischen Weinsorten zu. Den Tag schlossen wir mit einer Weinverkostung ab.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir das Logistikzentrum von Kaufland in Donnersdorf. Kaufland ist eine Lebensmittel-Einzelhandelskette und betreibt weltweit mehr als 1250 Märkte. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Neckarsulm und ist Bestandteil der Schwarzgruppe.

Wir wurden erneut sehr herzlich mit belegten Brötchen und Getränken empfangen. Das Leitungsteam stellte uns das Unternehmen Kaufland näher vor und erläuterten den Zweck eines Logistikzentrums. Wir sprachen über die Art der Lagerhaltung und über die Vorteile eines elektronischen Lagersystems. Danach wurden wir durch das Lagerhaus geführt und wir erhielten einen Einblick in verschiedene Abteilungen. Abschließend aßen wir alle in der Kantine zu Mittag bevor es dann nach dem Nachmittagsprogramm wieder zurück nach Heilbronn ging.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu SAP im baden-württembergischen Walldorf. SAP ist ein deutscher Softwarehersteller. Nach Umsatz ist das SAP das viertgrößte Unternehmen seiner Art weltweit.

Ein Mitarbeiter der Personalabteilung hieß uns Willkommen und brachte uns zunächst in den sogenannten „Inspiration-Pavillon“. Dort sprach man mit uns über die Entstehung von SAP, die Entwicklung neuer Ideen und die Zukunft der Technologie. Zudem durften wir einige Gadgets selbst ausprobieren. Wir machten zudem ein Gruppenfoto und wir lernten  den „Global Head of Vocational Training“ kennen, der unsere Fragen zum Thema Ausbildung bei SAP beantwortete und uns zum Mittagessen in die Kantine einlud. Für den zweiten Termin des Tages fuhren wir zum Stadion der TSG 1899 Hoffenheim in Sinsheim. Die TSG 1899 Hoffenheim ist ein Sportverein mit mehr als 10.000 Mitgliedern. Die Herrenmannschaft der Fußballabteilung spielt seit 2008 in der 1. Fußball-Bundesliga. Wir besichtigten das Stadion und erfuhren alles über Ausstattung und Besonderheiten. Danach empfingen uns zwei Mitarbeiter der Marketing Abteilung im Presseraum des Stadions und gaben uns einen Vortrag über Marketingstrategien, Ziele sowie Stärken und Schwächen des Vereins. An unseren letzten Abend aßen wir zusammen Flammkuchen und gingen danach noch ein letztes Mal auf den Heilbronner Weihnachtsmarkt.

Als wir uns am Freitagmorgen nach dem Frühstück von Frau Zhang und Herrn Rauhut verabschiedeten und nach und nach abreisten war uns allen längst klar, dass unsere anfängliche Voreingenommenheit gegenüber Heilbronn sich als unbegründet erwiesen hatte. Die Veranstaltungen waren interessant, gut organisiert und wir fühlten uns in jedem Unternehmen willkommen. Jeder war in der Lage etwas für sich mitzunehmen. Ich selbst wäre zum Beispiel nie von alleine darauf gekommen, dass mich ein duales Studium interessiert oder welcher Aufwand hinter der Vermarktung eines Fußballclubs steckt. Des Weiteren habe ich meine Klassenkameraden von einer neuen Seite kennengelernt und Eindrücke in einer mir bis dahin noch unbekannten Stadt gesammelt.

Jan Spanholtz
BC17