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Curriculum Praktiker in der Schule Interview mit Herrn Stoelker, Director Global Accounts Asia Pacific Region bei Agility GSIS: Sehr geehrter Herr Stoelker, Sie sind nun bereits das zweite Mal bei uns zu Besuch und geben den Schülern einen Einblick in die Geschäftsfelder Ihres Unternehmens sowie insbesondere in den Sales Process und das Customer Relationship Management (CRM). Worin sehen Sie den besonderen Wert Ihres Besuches? Herr Stoelker:
Aus meinen Augen ist es sehr wichtig, während der Ausbildung bereits eine gute Verbindung von Theorie und Praxis herzustellen. Wobei es natürlich auch wichtig ist zu hören, wie die Abläufe in anderen Unternehmen als dem eigenen Ausbildungsbetrieb funktionieren. Wie ich bereits in meinem Vortrag erwähnte, manage ich mit einen Teil meiner Arbeitszeit für Agility in der Region Asien-Pazifik den Bereich Corporate Social Responsibility. Hier ist es sehr wichtig, der Jugend eine „helfende“ Hand aus der Praxis zu geben und für Fragen der Jugendlichen offen zu sein. Vorträge und Präsentationen wie diese im Business College der GSIS gehören in diesem Sinne auch zur Corporate Social Responsilibty. Nicht zu vergessen ist natürlich der Bereich, sich als Unternehmen präsentieren zu können, da ich es hier mit dem Managementnachwuchs von morgen zu tun hat, es wird also eine Brücke gebaut zwischen Unternehmen, Business College und den Auszubildenden als potenziellen neuen Mitarbeitern.
GSIS:
Sie haben Ihre eigene Karriere im Logistikbereich mit einer Ausbildung zum Speditionskaufmann in Deutschland gestartert. Welche Bedeutung hatte und hat diese Ausbildung für Ihren weiteren beruflichen Werdegang? Herr Stoelker: Ja, das ist richtig, aus meiner Sicht ist die Ausbildung noch immer ein fundamentaler Bereich, um Basiswissen zu schaffen für den späteren beruflichen Werdegang. In der Ausbildung durchläuft man ja alle Bereiche des Unternehmens und kann recht schnell feststellen, in welchen Bereich man sich später vertiefen möchte. Natürlich hilft eine Ausbildung für ein späteres Studium ungemein, da man ja schon mal in einem Unternehmen gearbeitet hat und damit die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis kennen gelernt hat. Desweiteren für den Fall, dass einem das Studium doch nicht so liegt, hat man schon mal eine abgeschlossene Ausbildung, worauf man immer wieder zurückgreifen kann und von dort aus einen neuen Start wagen kann. GSIS: Zuletzt eine Frage mit Blick auf die beiden workshops, die Sie bei uns absolviert haben, und Ihre eigenen Erfahrungen als Ausbilder. Welchen Eindruck konnten Sie in den beiden Jahren von den Auszubildenden erhalten? Herr Stoelker: Es war /bzw. ist eine interessante Gruppe von Leuten mit dem verschiedensten Hintergründen, aber alles in allem muss man sagen, dass die Auszubildenen sehr motiviert und engagiert während ihrer Ausbildung sind. Man darf natürlich nicht vergessen, eine „deutsche“ Ausbildung in einem rein englischsprachigen Umfeld zu absolvieren ist noch eine etwas andere Herausforderung, da ja doch einige Dinge aus der Ausbildung wie z.Bsp. rechtliche Grundlagen und Abläufe in Asien etwas anders ablaufen als im europäischen Raum. Ich hoffe, dass dieses Programm noch lange Bestand haben wird, da es doch hilft, auch schon während der Ausbildung eine gute Mischung von Theorie und Praxis zu vermitteln. Lassen Sie mich schließen mit den Worten meines Ausbildungsleiters vom ersten Tag der Ausbildung: „Während der Ausbildung müssen Sie alle klauen, ABER nur mit den Augen...“ GSIS: Sehr geehrter Herr Stoelker, vielen Dank für Ihre Unterstützung bei unseren Bemühungen um eine möglichst praxisnahe Ausbildung und dafür, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben. Das Interview mit Herrn Stoelker führte Torsten Fust, Fachlehrer am Business College der GSIS.
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